In vielerlei Hinsicht: http://www.rainymood.com/
Aktuell gerade vermisse ich F.
Es kam vorhin bei SternVT ein Beitrag über Anna, eine ehemalige Crystal-Meth-Süchtige. Natürlich habe ich unentwegt an ihn denken müssen, wie es ihm geht, was er macht, ob er überhaupt noch lebt, ob er klarkommt, ob er sich vielleicht wünscht, dass jemand (ich?) sich von sich aus bei ihm meldet, weil er nicht die Motivation findet, sich bei jemandem zu melden. Ich war kurz davor, nach dem Telefonhörer zu greifen, doch dann ließ ich es. Wieso? Gute Frage. Es war ein Zusammenspiel von Gründen. Erstens kann er sich melden, wenn er Kontakt möchte; ich möchte mich ihm nach wie vor nicht aufdrängen.
Zweitens habe ich ihm erst vor wenigen Tagen Post zukommen lassen, in der ich verkündete, ihm nicht mehr hinterherlaufen zu wollen, aber dass ich jederzeit für ihn da sei.
Und drittens bin ich immer noch gekränkt, wenn ich daran denke, wie er sich mir gegenüber verhält.
Man neigt dazu, so etwas nach einer Weile zu vergessen oder herunterzuspielen. Aber ich halte es mir bewusst immer wieder vor Augen, wenn ich - wie so oft - vor dem Telefon sitze und ihn herbeisehne.
Ich wünsche mir so sehr, dass er anruft. So sehr.
Aber posten wollte ich ursprünglich etwas anderes:
Ich habe vor ein paar Tagen unter der Dusche eine kleine Erhebung am Brustansatz bemerkt. Jetzt beobachte ich die Stelle natürlich genau. Heute morgen habe ich mir eingebildet, es wäre größer geworden. Als ich einige Zeit später gelangweilt in der Vorlesung saß, überkam mich urplötzlich (und ich weiß bis jetzt tatsächlich nicht, woher er auf einmal kam) der Gedanke, dass eine Krebstherapie mir einen Anlass liefern würde, das Studium zu schmeißen. Ich war und bin immer noch ziemlich schockiert von meinen eigenen Gedanken. Zumal ich eigentlich gar nicht so unzufrieden bin mit dem Studium.
Ich empfand die Vorstellung einer Krebsdiagnose nicht als furchtbar oder gar als Todesurteil, sondern als Chance. Ich könnte das Studium schmeißen, mich behandeln lassen, also wieder gesund werden, und dann eine Ausbildung anfangen, ohne dass es als Bruch im Lebenslauf dastehen würde, denn für eine Krankheit kann man nichts, das kann einem keiner anlasten. Im Gegenteil, man hat den Mitleidsbonus.
Ich könnte auch einfach auf Reisen gehen und mich durchschlagen. Jeder würde das akzeptieren, denn wer dem Tod einmal ins Auge geblickt hat, will seine zweite Chance natürlich nutzen und etwas erleben. Dafür hat dann plötzlich jeder Verständnis. Vermutlich würde meine Familie sogar ihr Bestes tun, um das zu finanzieren. "Wer weiß, wie lange sie noch hat; vielleicht kommt der Krebs ja zurück."
Der Gedanke ist absurd, wahnwitzig. Er ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die derzeit gegen den Krebstod kämpfen.
Donnerstag, 17. Mai 2012
Sonntag, 13. Mai 2012
Ein Tag wie jeder andere
Ich öffne Facebook und überall springen mir Muttertagsglückwünsche entgegen.
Irgendwas daran passt mir so gar nicht. Alle lobpreisen ihre Mütter. Ein komisches Gefühl macht sich in mir breit. Ich lobpreise heute niemanden. Für mich ist es ein normaler Sonntag.
Wieder mal ein Tag, an dem ich mich frage, wie es sich wohl anfühlt, eine richtige Familie zu haben, so mit inniger Bindung und so. Dieser Hort, dieses Nest, die Heimat, das Zuhause, zu dem man immer wieder zurückkehrt, wo man sich geborgen, behütet, sicher und gut aufgehoben fühlt.
Ich meide meine Familie. Zur Zeit habe ich seit über zwei Monaten keinen Kontakt mehr zu jemandem aus meiner Familie gehabt. Mit meiner Mutter sowieso nicht, mit meiner Oma und dem entsprechenden Familienzweig seit Anfang Januar nicht mehr, und nun seit März auch nicht mehr mit meinem Vater und Co. Ich gehe nicht ran, wenn er anruft. Ich hab einfach keine Lust. Was mich nur wundert, ist, dass er mir SMS schickt, wenn er mich ein paar Mal nicht erreicht hat. Jahrelang hat er sich nie von sich aus gemeldet und nun kümmert es ihn plötzlich, wo ich stecke, wenn er mich nicht erreichen kann. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach eine Feststellung.
Das hört sich jetzt vielleicht an, als wäre ich kontinuierlich traurig, das Posting gestern und nun dieses. Bin ich aber gar nicht. Das sind vielmehr kurze Momentaufnahmen, die ich aufschreibe. Ja, ich saß gestern weinend hier, bestimmt eine Stunde lang oder vielleicht länger, bis ich entschied, schlafen zu gehen und in den Federn Trost zu suchen, weil ich nicht noch länger traurig sein wollte. Ich streichelte mich allein in den Schlaf; fest in meine Decke gewickelt, kraulte ich mir selbst die Haare und dachte daran, wie schön es wäre, wenn er mich nur mal unverbindlich im Arm halten würde.
Ein bisschen blöd komme ich mir schon vor, wenn ich das nun hier unverblümt zugebe; noch dazu, wenn ich weiß, dass es mindestens eine Person lesen wird. Aber was will man machen..
Und auch heute hat mich das einen kurzen Moment lang getroffen, diese vielen glücklichen Kinder mit den tollen Mamis. Aber das war's dann auch. Ich schreibe es jetzt auf, und damit hat es sich erledigt.
Im Gegenteil, ich bin überhaupt nicht kontinuierlich traurig. Ich komme mit meinem Alltag so gut zurecht, wie schon lange nicht mehr. Ich erledige meinen Kram, gehe regelmäßig aus dem Haus, gerne auch tagsüber, stehe relativ früh auf, dusche wieder täglich, gehe regelmäßig zur Uni, alles ganz normal, ohne dass ich mich dazu besonders aufraffen müsste. Ich hab wieder Spaß an meinem Leben. Und die schlechten Momente sind wieder ganz normal, so wie sie alle anderen auch haben. Sie ziehen mich nicht mehr tagelang runter und hindern mich am Leben. Es läuft eigentlich alles bestens.
Und was ich jetzt auch noch mal loswerden muss:
Ich habe mich mega riesig gefreut, als auf mein gestriges Posting direkt Resonanz folgte! Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, aber umso schöner war es dann, als ich las, dass Anna Maria (http://beingannamaria.blogspot.de/) mein Blog der liebste ist. Vielen Dank dafür, meine Liebe! :)
Irgendwas daran passt mir so gar nicht. Alle lobpreisen ihre Mütter. Ein komisches Gefühl macht sich in mir breit. Ich lobpreise heute niemanden. Für mich ist es ein normaler Sonntag.
Wieder mal ein Tag, an dem ich mich frage, wie es sich wohl anfühlt, eine richtige Familie zu haben, so mit inniger Bindung und so. Dieser Hort, dieses Nest, die Heimat, das Zuhause, zu dem man immer wieder zurückkehrt, wo man sich geborgen, behütet, sicher und gut aufgehoben fühlt.
Ich meide meine Familie. Zur Zeit habe ich seit über zwei Monaten keinen Kontakt mehr zu jemandem aus meiner Familie gehabt. Mit meiner Mutter sowieso nicht, mit meiner Oma und dem entsprechenden Familienzweig seit Anfang Januar nicht mehr, und nun seit März auch nicht mehr mit meinem Vater und Co. Ich gehe nicht ran, wenn er anruft. Ich hab einfach keine Lust. Was mich nur wundert, ist, dass er mir SMS schickt, wenn er mich ein paar Mal nicht erreicht hat. Jahrelang hat er sich nie von sich aus gemeldet und nun kümmert es ihn plötzlich, wo ich stecke, wenn er mich nicht erreichen kann. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach eine Feststellung.
Das hört sich jetzt vielleicht an, als wäre ich kontinuierlich traurig, das Posting gestern und nun dieses. Bin ich aber gar nicht. Das sind vielmehr kurze Momentaufnahmen, die ich aufschreibe. Ja, ich saß gestern weinend hier, bestimmt eine Stunde lang oder vielleicht länger, bis ich entschied, schlafen zu gehen und in den Federn Trost zu suchen, weil ich nicht noch länger traurig sein wollte. Ich streichelte mich allein in den Schlaf; fest in meine Decke gewickelt, kraulte ich mir selbst die Haare und dachte daran, wie schön es wäre, wenn er mich nur mal unverbindlich im Arm halten würde.
Ein bisschen blöd komme ich mir schon vor, wenn ich das nun hier unverblümt zugebe; noch dazu, wenn ich weiß, dass es mindestens eine Person lesen wird. Aber was will man machen..
Und auch heute hat mich das einen kurzen Moment lang getroffen, diese vielen glücklichen Kinder mit den tollen Mamis. Aber das war's dann auch. Ich schreibe es jetzt auf, und damit hat es sich erledigt.
Im Gegenteil, ich bin überhaupt nicht kontinuierlich traurig. Ich komme mit meinem Alltag so gut zurecht, wie schon lange nicht mehr. Ich erledige meinen Kram, gehe regelmäßig aus dem Haus, gerne auch tagsüber, stehe relativ früh auf, dusche wieder täglich, gehe regelmäßig zur Uni, alles ganz normal, ohne dass ich mich dazu besonders aufraffen müsste. Ich hab wieder Spaß an meinem Leben. Und die schlechten Momente sind wieder ganz normal, so wie sie alle anderen auch haben. Sie ziehen mich nicht mehr tagelang runter und hindern mich am Leben. Es läuft eigentlich alles bestens.
Und was ich jetzt auch noch mal loswerden muss:
Ich habe mich mega riesig gefreut, als auf mein gestriges Posting direkt Resonanz folgte! Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, aber umso schöner war es dann, als ich las, dass Anna Maria (http://beingannamaria.blogspot.de/) mein Blog der liebste ist. Vielen Dank dafür, meine Liebe! :)
Jetzt hab ich einen Monat lang nicht gebloggt, war kaum traurig wegen dir; dachte, ich kriege es diesmal hin. Von wegen.
Ich sitze wieder hier, weine, vermisse dich. Bin traurig, dass du dich nicht mal meldest, dass ich dich so wenig interessiere.
Ich hatte einen tollen Monat, war oft glücklich. Habe A. besucht und überlegt, bei dir vorbeizuschauen. Habe oft an dich gedacht, in schönen Momenten, dass es jetzt toll wäre, wenn du dabei wärst.
Du hast mir mit so vielen Kleinigkeiten unabsichtlich Hoffnung gemacht. Nicht auf mehr, nur darauf, dass ich dich 'habe' und behalten darf.
You accidentally made me love you and now you threw me away.
Wenn ich es doch nur verstehen könnte..
So bleibt mir nur ein großes Fragezeichen und die Traurigkeit, die dann und wann über mich schwappt und mich mit sich in die Fluten zieht.
Ich sitze wieder hier, weine, vermisse dich. Bin traurig, dass du dich nicht mal meldest, dass ich dich so wenig interessiere.
Ich hatte einen tollen Monat, war oft glücklich. Habe A. besucht und überlegt, bei dir vorbeizuschauen. Habe oft an dich gedacht, in schönen Momenten, dass es jetzt toll wäre, wenn du dabei wärst.
Du hast mir mit so vielen Kleinigkeiten unabsichtlich Hoffnung gemacht. Nicht auf mehr, nur darauf, dass ich dich 'habe' und behalten darf.
You accidentally made me love you and now you threw me away.
Wenn ich es doch nur verstehen könnte..
So bleibt mir nur ein großes Fragezeichen und die Traurigkeit, die dann und wann über mich schwappt und mich mit sich in die Fluten zieht.
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